Die Lichttechnik ist eine wichtige Abteilung für die Umsetzung des Stückes. Die Hauptaufgabe besteht darin, die passende Umgebung für die Szene zu schaffen, die Blicke der Zuschauer auf bestimmte Punkte zu lenken und dafür zu sorgen, dass die Darsteller nicht im Dunkeln stehen.

Die Arbeit fängt damit an, zusammen mit der Regie das Textbuch oder den Klavierauszug des Stückes durchzugehen und dabei Anforderungen an die Lichtstimmungen für alle Szenen herauszuarbeiten, wobei die Regie uns beim Design viele Freiheiten gelassen hat (bei vergangenen Musicals arbeitete der Regisseur das Lichtdesign noch selbst aus).

Wenn das geschehen ist, können erste Entwürfe angefertigt werden, welche Scheinwerfer wo positioniert werden um das geplante Ziel zu erreichen. Wichtig ist hierbei auch, dass Videotechnik und Bühnenbild in die Planung mit einbezogen werden.

Sobald der Aufbauplan ausgereift ist, kann damit zum Technik-Vermieter gegangen werden, um abzuklären, was davon alles machbar ist und wie viel es kostet. Häufig müssen an dieser Stelle leider einige Ideen geändert werden, da diese zu teuer sind, allerdings gestaltet es sich daher auch als spannende Herausforderung, möglichst kosteneffizient ein flexibles Design zu erarbeiten.

Sobald das Angebot grob stimmt, kann mit der Vorprogrammierung angefangen werden. Wie im Beitrag zur 3D-Planung bereits erwähnt, bauen wir die Bühne dreidimensional am Computer nach und können darin bereits das Licht vorprogrammieren, was uns die Arbeit später vor Ort deutlich vereinfacht und uns hoffentlich einige lange Programmiernächte (wie bei “Natürlich Blond”) erspart.

Wir sind inzwischen am Punkt der Vorprogrammierung angekommen und haben bereits ein fertiges Design erarbeitet, was größtenteils auch schon mit der Firma “CB Akustik” ausgearbeitet ist.

Eingesetzt wird sehr unterschiedliches Licht: Es kommen einfarbig weiße Scheinwerfer für die Grundbeleuchtung, mehrfarbige Scheinwerfer für diverse Effekte bis hin zu motorisiert bewegten Scheinwerfern für Spezialeffekte und Beleuchtung von einzelnen Positionen zum Einsatz.

Besonders ist dieses Jahr, dass ein Großteil der ausgewählten Scheinwerfer mit LED Leuchtmitteln arbeitet und wir damit teilweise pro Scheinwerfer 90% weniger Strom verbrauchen als bisher.

Inzwischen wird fleißig mit dem neuen Lichtpult vorprogrammiert, aber es wird noch einige Abende den Programmierern Kaffee die Kehle herunter laufen, bis das Stück komplett fertig programmiert ist. Wir sind gespannt, wie unser Konzept am Ende in echt aussieht und das Licht das Szenenbild und die Stimmung unterstützt.