Schlagwort: Whistle down the Wind

Noch 85 Tage – Die Lichttechnik

Die Lichttechnik ist eine wichtige Abteilung für die Umsetzung des Stückes. Die Hauptaufgabe besteht darin, die passende Umgebung für die Szene zu schaffen, die Blicke der Zuschauer auf bestimmte Punkte zu lenken und dafür zu sorgen, dass die Darsteller nicht im Dunkeln stehen.

Die Arbeit fängt damit an, zusammen mit der Regie das Textbuch oder den Klavierauszug des Stückes durchzugehen und dabei Anforderungen an die Lichtstimmungen für alle Szenen herauszuarbeiten, wobei die Regie uns beim Design viele Freiheiten gelassen hat (bei vergangenen Musicals arbeitete der Regisseur das Lichtdesign noch selbst aus).

Wenn das geschehen ist, können erste Entwürfe angefertigt werden, welche Scheinwerfer wo positioniert werden um das geplante Ziel zu erreichen. Wichtig ist hierbei auch, dass Videotechnik und Bühnenbild in die Planung mit einbezogen werden.

Sobald der Aufbauplan ausgereift ist, kann damit zum Technik-Vermieter gegangen werden, um abzuklären, was davon alles machbar ist und wie viel es kostet. Häufig müssen an dieser Stelle leider einige Ideen geändert werden, da diese zu teuer sind, allerdings gestaltet es sich daher auch als spannende Herausforderung, möglichst kosteneffizient ein flexibles Design zu erarbeiten.

Sobald das Angebot grob stimmt, kann mit der Vorprogrammierung angefangen werden. Wie im Beitrag zur 3D-Planung bereits erwähnt, bauen wir die Bühne dreidimensional am Computer nach und können darin bereits das Licht vorprogrammieren, was uns die Arbeit später vor Ort deutlich vereinfacht und uns hoffentlich einige lange Programmiernächte (wie bei “Natürlich Blond”) erspart.

Wir sind inzwischen am Punkt der Vorprogrammierung angekommen und haben bereits ein fertiges Design erarbeitet, was größtenteils auch schon mit der Firma “CB Akustik” ausgearbeitet ist.

Eingesetzt wird sehr unterschiedliches Licht: Es kommen einfarbig weiße Scheinwerfer für die Grundbeleuchtung, mehrfarbige Scheinwerfer für diverse Effekte bis hin zu motorisiert bewegten Scheinwerfern für Spezialeffekte und Beleuchtung von einzelnen Positionen zum Einsatz.

Besonders ist dieses Jahr, dass ein Großteil der ausgewählten Scheinwerfer mit LED Leuchtmitteln arbeitet und wir damit teilweise pro Scheinwerfer 90% weniger Strom verbrauchen als bisher.

Inzwischen wird fleißig mit dem neuen Lichtpult vorprogrammiert, aber es wird noch einige Abende den Programmierern Kaffee die Kehle herunter laufen, bis das Stück komplett fertig programmiert ist. Wir sind gespannt, wie unser Konzept am Ende in echt aussieht und das Licht das Szenenbild und die Stimmung unterstützt.

Noch 90 Tage – Aller Anfang ist schwer

“Aller Anfang ist schwer”. Dieser Spruch trifft auf diese Musicalproduktion sehr passend zu, denn im Vergleich zu den drei vorherigen Musicals sind alle großen Rollen mit einer Ausnahme (Artikel hierzu folgt) mit einer neuen Generation an Darstellern besetzt, welche aktuell den Alltag einer Musicalproduktion kennen lernen und teilweise an der Premiere von Whistle down the Wind ihr Musicaldebüt geben werden.

Auch ich werde mein Debüt in knapp drei Monaten geben und darf darüber jetzt einen Artikel schreiben, wie es ist, ohne große Vorkenntnisse bei Whistle down the Wind eine der großen Rollen zu spielen. Ich kam erst zur Oberstufe auf das Landgraf-Ludwigs Gymnasium und verpasste dementsprechend vorherige Musicalprojekte, rutschte aber in den Musikfachbereich und lernte dadurch meine Leidenschaft fürs Musical kennen.

Obwohl ich schon Erfahrung damit habe, auf Bühnen vor Publikum zu stehen und zu singen, ist ein Musical schon anders. Gerade ohne Theatererfahrung brauchte ich Zeit, um meine Rolle kennen zu lernen und so wie diese auf Knopfdruck in den Proben zu agieren. Zeit ist dabei ein gutes Stichwort, denn mit jeder Probe wuchs ich mehr in meine Rolle hinein und man lernte die anderen Darsteller besser kennen und so fiel es leichter, Gefühle und Beziehungen der verschiedenen Musicalrollen untereinander darzustellen.

Auch die Kombination aus Singen, Schauspielern und Tanzen machte mir anfangs zu schaffen. Oftmals kam es vor (teilweise immer noch), dass ich mich selbst durcheinander brachte. Man konzentrierte sich zu sehr auf seine Töne im Lied und vermasselte Bewegungen im Timing oder vergaß sie komplett. Aber das Proben hilft. Lieder werden Stück für Stück im Vocal Coaching erarbeitet (Artikel hierzu folgt auch), Abläufe in den Szenen laufen durch viele Wiederholungen fast automatisch ab und mit jeder Tanzprobe kommt man dem gewünschten Ergebnis immer näher.

Das Ergebnis seht ihr dann ab dem 5. April diesen Jahres…

Noch 94 Tage – Hinter den Kulissen

Einmal nicht hingeguckt und schon ist wieder ein Jahr vergangen. Die Zeit rennt und das in Richtung Musical Premiere. Wir hoffen ihr hattet ein schönes Silvester und startet genauso voller Tatendrang in das neue Jahr wie wir, denn die nächsten Proben stehen für uns schon an.

Aber einen kleinen Rückblick auf das Jahr 2018 geben wir euch trotzdem, denn wir sind pünktlich zum Jahresende mit einem großen Teil der Kulissen fertig geworden. Um euch einen Einblick in die Dimensionen zu geben, haben wir hier ein paar Zahlen und Fakten für Euch:

Bis jetzt sind etwa 400 Stunden Arbeit in die Kulissen geflossen. Diese setzten sich zusammen aus Planung, Einkäufen, dem eigentlichen Zusammenbauen und Kaffeepausen.

Das Bühnenbild besteht größtenteils aus flexiblen Elementen, welche verschiedene Hintergründe darstellen. Dafür verwendeten wir Holzplatten der Fläche einer typischen Studentenwohnung in Gießen, die wir mit Motivtapeten in die passenden Orte verwandelt haben. Holzlatten der Seitenlänge eines Fußballfeldes wurden für die Grundgerüste zurecht geschnitten und mit etwa 700 Schrauben, Scharnieren und Winkeln befestigt.

Nicht nur über die Materialien sondern auch über die Helfer lässt sich etwas schreiben. Wir sind bisher 23 mal zwischen Baumärkten und Schule hin und her gependelt und haben dabei eine Strecke zurückgelegt, welche so lang ist, wie die halbe Höhe der Umlaufbahn der ISS. Für die Verpflegung kam acht mal unser Pizzalieferdienst des Vertrauens, lies mindestens 31 Pizzen (ein anderer Beitrag wird sich noch ausführlich mit der Ernährung beschäftigen) da und dabei wurden etwa 80 Liter Kaffee getrunken. Vielen Dank an alle Helfer!

Noch 100 Tage – Der Countdown beginnt

Noch 100 Tage – Nach dem Weihnachtsfest ist vor der Premiere, besonders bei einem Stück, welches zur Weihnachtszeit spielt. Nach der ersten großen Probe mit Ensemble und Orchester zusammen befinden wir uns gerade in einer wohlverdienten Probenpause. Trotzdem wird hinter den Kulissen weiterhin gearbeitet. Die technische Planung sowie die Planung des Bühnenbildes und diverser Kulissen sind zwar schon sehr weit vorangeschritten, warten aber noch sehnsüchtig auf die finale Umsetzung. Dafür muss viel tapeziert, gehämmert und gebohrt werden, um die Bühne entsprechend der Szene in verschiedene Orte zu verwandeln.


Die erste Leseprobe

Im neuen Jahr geht es dann in die heiße Phase. Um das Musical rechtzeitig auf die Bühne zu bringen, wartet noch eine Menge Arbeit auf das Ensemble, das Orchester, die Technik und alle weiteren Beteiligten. Und die Halle muss rechtzeitig fertig werden.




Damit Ihr einen Überblick über alle Mitwirkenden und deren Arbeiten, die sich im Rahmen des Musicals anbahnen, bekommt, werden wir Euch täglich Beiträge und Informationen zum Musical liefern.