Hört man sich das Musical “Whistle down the Wind” aufmerksam an und verfolgt dabei den Klavierauszug, stellt man schnell fest, dass keine echten Tanzszenen vorkommen. Auch in der Suchmaske von “Musik & Bühne” verschwindet das Musical aus der Liste, wenn man “mit Tanz” auswählt. Ein Musical ohne Tanz? Geht das überhaupt? Vielleicht, aber sicher nicht, wenn es im Ensemble der LLGMC einige Tanzbegeisterte gibt.

Also wurde das Stück im Hinblick auf “tanzbare” Nummern durchsucht und mit ein bisschen Phantasie konnten ein paar gefunden werden. Dabei deutet sich auch die musikalische Vielfalt des Webber Stücks an: Linedance, Showtanz und Kindertanz lassen sich in unterschiedlicher dramaturgischer Funktion wirkungsvoll einsetzen. Als Choreographin konnten wir durch verwandtschaftliche Verbindungen Karin Ballmeier aus München gewinnen. Diese hatte schon 2012 zwei kleinere Choreographien für “Käpt’n Chaos und der vielleicht allerletzte Kaiser” entworfen und war erneut gerne bereit, einen Teil ihrer Urlaubstage in der Heimat in unser Projekt zu investieren.

Damit sich ihr Engagement auch wirklich lohnt, wurden Tanzszenen für das ganze Ensemble, für die ambitionierteren Tänzerinnen und natürlich für das Kinderensemble kreiert. Die erste Erarbeitungsphase einer jeden Choreographie wurden von Karin Ballmeier selbst durchgeführt, das Ergebnis wurde gefilmt und allen Beteiligten zu Trainingszwecken zur Verfügung gestellt.

Die folgenden Tanzproben wurden dann von unserem Dance-Captain Lorena Glatthaar angeleitet, um die Bewegungen zu korrigieren und zu festigen. Auch in den Ferien wird selbstverständlich trainiert und so haben sich unsere Tänzerinnen auch heute, am 2. Januar, zum Proben eingefunden. Ferien werden eh total überwertet.