Vom Bühnenbild über die Lichttechnik bis hin zur Tontechnik und Videotechnik: alles wurde in diesem Jahr erstmalig umfangreich in 3D-Softwares geplant. Das war sehr aufwendig, brachte aber auch viele Vorteile mit sich.

Bühnenbild

Eine wichtige Anwendung für die 3D Planung war die Planung des Bühnenbildes. Bevor in den Baumarkt gefahren werden konnte, um alle notwendigen Teile einzukaufen und mit dem Bauen zu beginnen, musste natürlich erst ein Plan her. Dabei bot es sich an, das ganze Bühnenbild dreidimensional zu zeichnen, da es dann bereits virtuell vorgeführt werden konnte, um es den Vorstellungen der Regie genau anzupassen. Zusätzlich konnte das Bühnenbildbau-Team oftmals auf die Zeichnungen zurückgreifen, um zu schauen, welche Tapete am besten passt oder an welcher Stelle ein Regal angebracht werden muss.

Lichttechnik & Videotechnik

Bei der Lichttechnik und Videotechnik verhält es sich ähnlich wie beim Bühnenbild: Auch hier besteht durch spezielle Architektur-Software (Vectorworks) die Möglichkeit, die komplette Bühne in 3D nachzubauen und einen Aufbauplan anzufertigen. Dies dient zum einen als Schnittstelle zur Firma CB-Akustik, bei der die benötigte Technik gemietet wird und als Übersicht für den Aufbau. Auf der anderen Seite können wir diese 3D-Zeichnung auch nutzen, um darin bereits das Licht virtuell mit dem neuen Lichtpult zu programmieren, um der Regie bereits konkrete Eindrücke zu vermitteln und Zeit beim Aufbau zu sparen, da dort dann weniger programmiert werden muss.
Auch bei der Videotechnik war diese Zeichnung hilfreich, um z.B. Objektive für Projektoren zu berechnen oder eine Vorstellung von der Wirkung der Videos auf der Bühne zu gewinnen.


Weitere Bereiche der Planung

Für viele weitere Bereiche war die 3D-Planung auch sehr hilfreich. Unter anderem konnte sehr schnell berechnet werden, wie die Lautsprecher am besten positioniert werden, um für alle Zuschauer einen gleichmäßigen Klang zu erreichen. Es konnte geplant werden, wie wir die Requisiten auf der sehr engen Seitenbühne am besten unterbringen, die Raumbelegungen im Backstagebereich (Umkleiden, Lagerräume etc.) wurden eingezeichnet und viele weitere wichtige Kleinigkeiten konnten mit der Zeichnung geklärt werden.

Was sich für uns aber trotzdem gezeigt hat: Eine Planung in 3D kann keine Ortsbegehung ersetzen. Zwar können wir durch die Zeichnung Vieles ohne Ortsbegehung in der Halle regeln, in die wir aktuell schwer reinkommen, allerdings fallen einige Probleme auch nur vor Ort auf und ein 3D-Plan ist auch immer nur so gut, wie die Informationen, die man über den Ort hat.