“Unser Käpt’n ist der Größte. An ihn reicht auch keiner ran. Käpt’n Chaos ist der Beste. Gegen ihn kommt keiner an.” heißt es in einem Song des 2. Teils von Käpt’n Chaos “Käpt’n Chaos und der Fliegende Holländer” und tatsächlich ist seine Bedeutung für die Entwicklung der Musik am LLG und insbesondere der Musicalarbeit an unserer Schule nicht hoch genug einzuschätzen und zu würdigen.

Plakat zum ersten Teil mit nur zwei Abendaufführungen

Eigentlich fing alles ganz harmlos an: nach der Aufführung des Unterstufenmusicals 2008 unter der Leitung von Herrn A sagte Herr B, dass er nicht bereit sei, bei “so einem Mist” nochmal mitzuhelfen, so Stücke könne man sicher besser selber schreiben. Dann war der Kollege A im Segelurlaub und kam mit einer Idee zurück und nach den Weihnachtsferien gab es eine fertige Fassung von “Käpt’n Chaos und die Schatzinsel” und im Juni 2009 betrat unser liebenswerter und schusseliger Sir Williams Puzzlement aka Käpt’n Chaos das erste Mal die “große” Bühne in der E-Aula, denn bis dahin hatten Aufführungen nur im Musiksaal der Schule stattgefunden. Wir hielten diesen Umzug für ein ziemliches Wagnis, im Nachhinein kann man über unsere Unsicherheit nur lächeln oder den Kopf schütteln.

Der geistige Vater von Käpt’n Chaos: Herr A.

Schon bei den Proben zum 1. Teil wurde uns klar, dass dieser Käpt’n mehr zu erzählen hat als nur diese eine Geschichte und nachdem die Aufführungen zu einem großen Erfolg wurden, waren wir uns einig, dass ein zweiter Teil her musste. So kam 2010 “Käpt’n Chaos und der Fliegende Holländer” auf die Bühne und im Jahr darauf “Käpt’n Chaos im Wilden Westen”. Die Reihe begann in der Schulgemeinde Kultstatus zu entwickeln und baute seine eigene Fangemeinde auf. Die nächsten wichtigen Schritte auf dem Weg zum “großen” Musical waren die Gründung des Musikfördervereins, der uns fortan bei allen Aktionen unterstützte, und die Aufführungen von “Käpt’n Chaos und der vielleicht allerletzte Kaiser” im Herbst 2012. Für den vierten Teil der Reihe wurde nämlich in die Turnhalle A umgezogen und statt eines Klaviers begleitete ein eigens gegründetes Musicalorchester das neueste Abenteuer unseres Titelhelden. Die technischen Voraussetzungen waren nun geschaffen und so war der Schritt zum Oberstufenmusical dann nur folgerichtig und fand im darauffolgenden Jahr 2013 mit “FAME” statt.

Den bisher letzten Teil der Reihe sahen Anfang 2018 über 1000 Zuschauer in fünf ausverkauften Abendveranstaltungen und zwei Schulaufführungen

Es erscheint mir an dieser Stelle unmöglich, all die wichtigen Entwicklungen aufzuzählen, die Käpt’n Chaos bei uns angestoßen hat, und gebührend auf die einzelnen Teile einzugehen, aber ich möchte schon jetzt darauf hinweisen, dass demnächst auch hier auf der Seite der LLG Musical Company umfangreiche Informationen zu unserer Schulmusicalreihe auftauchen werden. Und eine knappe Schlussbemerkung: viele Darstellende von “Whistle down the Wind” haben bei Chaos das erste Mal im Rampenlicht gestanden und haben bereits dort ihre Liebe zum Musiktheater entdecken dürfen. Und wenn ich in den aktuellen Unterstufenchor mit seinen fast 100 Mitwirkenden sehe, erblicke ich großes Potential für die Zukunft.

Unsere “Candy” Emily Goer als “Ping Pong” im vierten Teil von Käpt’n Chaos 2012