Vielleicht fragt man sich bei dem Stück “Whistle down the Wind” nach dem gestrigen Einblick in die Handlung, wofür denn umfangreiche Videotechik benötigt wird. Ohne zu viel zu verraten: Es gibt einige Szenen, in denen effektvoll Video eingesetzt werden wird. Um nur eine davon anzudeuten: Kurz nach der Pause gibt es eine Motorradfahrt, welche offiziell die Lieblingsszene von einem Großteil des Technikteams ist…

Aber was macht die Videotechnik eigentlich?

Am häufigsten werden von der Videotechnik Projektionen in das Bühnenbild integriert, welche das Schauspiel unterstützen. Der Einsatz der Videotechnik ist, im Gegensatz zum Licht, immer sehr abhängig von der jeweiligen Inszenierung. Vieles geht auch ohne Video, allerdings werden durch Video auch viele neue Möglichkeiten geschaffen.

Bisher wurden bei uns Projektionen nur bei Fame und dem vierten Teil der Käpt’n Chaos Reihe umfangreich eingesetzt, dort aber jeweils auch nur, um auf die Rückwand (den Backdrop) szenisch passende Bilder zu projizieren.

Projektionen im Hintergrund bei “Fame”

Bei Whistle down the Wind wird es auch Projektionen auf den Backdrop geben, allerdings versuchen wir dieses Jahr auch erstmals etwas Neues. Wir werden einen großen, halbtransparenten Stoff einsetzen, auf welchen projiziert werden kann. Dadurch können nicht nur hinter, sondern auch vor den Darstellern Videoinhalte angezeigt werden. Für besagte Effektszenen wird es dadurch einige interessante Möglichkeiten geben, worauf wir inzwischen sehr gespannt sind.

Um den Effekt dieser zwei Projektionsflächen auszuprobieren, haben wir uns bereits beide Projektionsflächen herunterskaliert im Technikraum aufgebaut, um unsere Videoinhalte darauf ausprobieren zu können.

Das kleine Videoproduktions-Studio im Technikraum

Diese Videoinhalte müssen allerdings auch erst produziert werden, womit sich nächste Woche noch ein anderer Beitrag befassen wird.

Neben den für die Zuschauer sichtbaren Videos gibt es noch eine weitere Aufgabe für die Videotechnik: Der Dirigent muss die Bühne sehen und die Bühne muss den Dirigenten sehen. Dafür werden Kameras und Monitore installiert, welche möglichst verzögerungsfrei sein müssen. Freundlicherweise stellt uns die Musicalgruppe Wetzlar dieses Equipment zur Verfügung und eine unmittelbare Übertragung von Dirigent und Bühne ist sichergestellt.