Clicktracks – eingesetzt bei Liveauftritten von vielen Bands, Broadway- und Amateurmusicals – sind ein wichtiges Hilfsmittel bei modernen Bühnenshows und aus diesen nicht mehr wegzudenken. Aber was sind Clicktracks eigentlich genau?

Wie der Name schon teilweise verrät, handelt es sich um Spuren (“tracks”), welche ein Metronom (“click”) enthalten.
Diese Metronomspur wird den Musikern während einzelner Musiknummern auf Kopfhörern zugespielt, um eine einheitliche Geschwindigkeit aller Musizierenden zu gewährleisten. Zusätzlich befinden sich eingesprochene Einzähler z.B. am Start einer Musiknummer oder bei Tempowechseln auf dem Track, um den Musikern absolute Synchronität zu ermöglichen.

Der ein oder andere wird sich an dieser Stelle vielleicht fragen, wofür man denn Clicktracks braucht, wenn man schon einen Dirigenten hat.

Dadurch, dass das Orchester durch die Clicktracks immer ein einheitliches Tempo behält und somit Zeitabstände zwischen Takten und Schlägen immer genau gleich sind, wird es z.B. ermöglicht, das Licht so auf die Zeiten vorzuprogrammieren, dass alles automatisch zum Orchester ablaufen kann. Dies ist besonders bei Musiknummern sinnvoll, in denen viele Lichtstimmungen abgerufen werden, bei denen es schwer wäre, diese von Hand synchron abzurufen.

Auch ermöglichen es Clicktracks, vorproduzierte Aufnahmen zuzuspielen, da diese ja genau auf die Live gespielte Musik passen müssen.

Wo wird hier wohl in der Schule gerade an Clicktracks gearbeitet?

Tatsächlich ist es bei Tanzszenen, bei denen die Ausführenden Singen und Tanzen müssen, in Amateurmusicals häufig der Fall, dass der Gesang voraufgenommen wird, um ihn dann bei den Aufführungen zuzuspielen. So können sich die Darsteller auf ihre Bewegungen konzentrieren und können sich doch sicher sein, dass ihr Gesang dennoch das Publikum erreicht. Außerdem ist es so, dass die Funkmikrofonierung für große Ensembles preislich und technisch für Amateure kaum zu leisten ist, weswegen sich ein zugespielter Chor (der nur zur Unterstützung der weiterhin live singenden SängerInnen dient) schon oft bewährt hat.

Die Aufnahmeleitung im Studio

Für die TänzerInnen hat ein vorher festgelegtes und dank Clicktrack gleichbleibendes Tempo den unschätzbaren Vorteil, dass sie bereits im Showtempo üben können und nicht durch Temposchwankungen während der Show irritiert werden. Es sei denn, jemand ändert das Tempo des Zuspielers… aber das ist eine längst vergangene Geschichte.

Clicktracks in der Nachbearbeitung