Wie man schon in einem vorherigen Beitrag lesen konnte, kommt auch das Tanzen im aktuellen Musical nicht zu kurz. Ich als Dance-Captain freue mich besonders darüber, denn vor sechs Jahren habe ich als Tänzerin im ersten Oberstufenmusical „FAME“ der LLGMC angefangen. Dort habe ich gemerkt, wie viel Spaß mir auch Singen und Schauspielern bereitet, und nun möchte ich nicht mehr weg vom Musical. Ähnlich wie mir geht es da auch einigen tanzbegeisterten Ensemblemitgliedern. Für manche von Ihnen ist das Tanzen sogar eine Voraussetzung für das Mitwirken beim Musical. 

So fing alles an: Tanzprobe zu FAME 2013 – vier von sieben sind auch an der aktuellen Produktion beteiligt. Unser heutige Tanz-Captain (und Verfasserin dieses Beitrags) ist die zweite von rechts.

Um diesem Wunsch nachzukommen, gibt es auch in diesem Musical Tanzszenen, welche vom Line Dance bis zum Showtanz reichen. Neben den Szenen, in welchen sich das ganze Ensemble tänzerisch austoben darf, gibt es auch Szenen mit schwierigeren Choreografien, für welche wir acht Tänzerinnen ausgewählt haben. Zu diesem Tanzensemble gehören Marijan Engeln, Hannah Falkenstein, Chantal Glatthaar, Bermal Göktepe, Giulia Klehm, Mirjam Pack, Shania Stahl und ich (Lorena Glatthaar). 

Wer am nächsten Tag keine Nackenschmerzen hat, hat etwas falsch gemacht: das Tanzensemble um den Dance-Captain Lorena G. beim Training.

Ausgewählt wurde das Tanzensemble nach einem ersten Probetraining mit der neuen professionellen Choreografin Karin Ballmeier. Sie versuchte durch verschiedene Aufwärmübungen und Choreografien herauszufinden, welche tänzerischen Vorkenntnisse wir mitbringen, sodass die endgültigen Choreografien vom Schwierigkeitsgrad angepasst werden konnten. Dies erleichtert uns die aktuelle Probenarbeit sehr.

Auf der Suche nach individuellen Vorkenntnissen.

Vor meiner ersten eigenen Tanzprobe war ich besonders aufgeregt, denn die Position des Dance-Captains war neu für mich. Da ich die Choreografien erst mit den anderen Tänzern zusammen lernte, kannte ich diese meist nicht viel besser als die anderen. Mittlerweile macht es mir jedoch großen Spaß und wenn ich einmal nicht weiter weiß, versuchen wir uns als Team zusammen an einen Schritt zu erinnern.  Denn während einige von uns schon Tanzerfahrung in den vorherigen Produktionen „FAME“, „Jekyll & Hyde“ und „Natürlich Blond“ sammeln konnten, bringen andere Tanzerfahrung aus Hip-Hop, Garde, Showtanz oder Modern Dance mit. Diese bunte Mischung sorgt dafür, dass wir uns auch gegenseitig Tipps geben können. Gerade, wenn es um die Aufstellungen, Aufgänge oder Endposen geht, sammeln wir gemeinsam Ideen und finden die beste Lösung durch Ausprobieren.

Auf der Suche nach einer Endpose – ausbaufähig 😉

Mittlerweile haben wir die Choreografien schon so oft wiederholt, dass es wahrscheinlich kein Problem wäre diese zu tanzen, wenn man jemanden von uns mitten in der Nacht aufwecken würde. Trotzdem proben wir fleißig weiter, denn es kommt gerade auf die Feinheiten an. So kommt es vor, dass wir einen Schritt bis zu 20 Mal wiederholen um Kleinigkeiten wie Köpfe, Arme oder Drehungen zu koordinieren. Die schwierigste und – meiner Meinung nach – wichtigste Aufgabe ist jedoch, den Tanz mit der richtigen Stimmung zu füllen. Denn niemand will auf der Bühne unsichere oder angespannte Gesichter sehen, sondern das, was eigentlich jeder von uns mit dem Tanzen verbindet: Spaß! Und deshalb freue ich mich jetzt schon auf die weiteren Proben und die näherrückenden Aufführungen.