Es soll Musicalaufführungen geben, die ohne Live-Musik auskommen, aber Hand auf’s Herz: dabei geht viel an Stimmung und Atmosphäre verloren. Damit wir als Schulgruppe gar nicht erst auf die Idee kommen, unsere SängerInnen zu Playbacks singen zu lassen, wird dies von Seiten des Verlages vertraglich unterbunden. Eine der größten Herausforderungen besteht daher bei jedem Projekt in der Zusammenstellung eines Orchesters (oder im Falle von FAME: einer Band), welches in der Lage ist, die Originalpartitur, welche in der Regel für Profimusiker im West End und am Broadway geschrieben wurde, in Klang zu realisieren.

Optimale Probenbedingungen sehen anders aus.

Im Gegensatz zu den Darstellenden auf der Bühne müssen die OrchestermusikerInnen die komplette Show durchmusizieren, dürfen sich nicht nur auf einzelne Nummern konzentrieren, sondern müssen mindestens zwei Stunden konzentriert bei der Sache sein und dabei je nach Instrument zwischen 80 und 150 Seiten Notenmaterial “abliefern”. Das ist wirklich nur mit viel Üben und intensiver Probenarbeit möglich.

Das wird eng: das Orchester im Geräteschuppen der Turnhalle.

Wenn man das alles berücksichtigt, ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich das nur schwer mit aktuellen Schülerinnen und Schülern realisieren lässt, auch wenn wir darum “stets bemüht” sind. In diesem Jahr gingen uns durch die Terminverschiebung insgesamt vier MusikerInnen “verloren”, die wir nach und nach zu ersetzen hatten. Das Ergebnis ist eine bunte Truppe aus musicalbegeisterten Instrumentalisten der Schule, der Justus-Liebig-Universität Gießen und der “näheren” Umgebung (ich bin nicht sicher, inwieweit Würzburg und Oberursel noch darunter fallen), die sich gemeinsam der schwierigen und fordernden Partitur von David Cullen und Andrew Lloyd Webber angenommen haben.

Komplett mikrofonierte Orchesterprobe – klingt gleich ganz anders.

Unsere Bläser sind Emily und Paula Ripplinger (Horn und Klarinette/Bassklarinette), Kathrin Haag (Piccolo- und Querflöte) und Anna Michel (Tenorsaxophon). Als Streicher kommen mit Christina Geiger, Runa Niedecken & Selina Ranft drei aktuelle Schülerinnen an der Geige zum Einsatz, die von den erfahreneren Bettina Kühn, Laura Melchior und Lisa Sabelfeld unterstützt werden. Das Violoncello wird von Julia Hamborg gespielt, welche sehr kurzfristig für unsere “etatmäßigen” Cellistinnen eingesprungen ist. Die Rhythmusgruppe setzt sich aus Felix Hölscher, Maximilian Lich und Simon Wilhelm (alle Keyboard), Elric Große und Christian Ziegler (E-Gitarre), Christoph Patzak (E-Bass) und Johannes Funk (Drums) zusammen. Die geschlechtliche Aufteilung zwischen akustischen und elektronisch verstärkten Instrumenten ist übrigens rein zufällig…