“Wer schreibt denn den Blog-Beitrag für heute?” “Eigentlich bin ich dran. Mir fällt aber nichts ein.” “Wir könnten ja was trashiges machen!?” “Ok, dann erzählt mal, was heute so los war!”

Die Tage bis zur Premiere am 05.04. verfliegen. “Wir haben nur noch zwei Wochen!” Und es gibt noch viele größere und kleinere Baustellen. Heute wollen wir über einige dieser kleinen Baustellen berichten.

Heute wimmelte das Schulgelände auch nach 15 Uhr noch vor Schülern: Tanz-, Schauspiel- und Orchesterproben, Kulissenbau, Technikvorbereitungen.

“Ihr ahnt nicht, wie dumm man angeguckt wird, wenn man 20 Pinsel kauft. Und dann auch noch fünf mal den selben!”. Eine Menge Darsteller müssen geschminkt werden. Mit einem Pinsel kommt man da nicht weit. Scheinbar wusste die Verkäuferin noch nichts von unserem Musical-Vorhaben. Man kann es ihr aber auch nicht verübeln. Es hängen ja erst seit gestern Plakate. Aber noch lange nicht alle.

“Wenn wir in zwei Stunden nicht beim Obi-Wan, hat der zu! Also los jetzt!” Zum Plakate kleben fehlt noch Kleister: “Wir haben hier nur noch indoor-Kleister. Meinst du, das ist egal?” Das, lieber Leser, werden wir sehen. Wer ein herumfliegendes Plakat findet, bekommt eine Freikarte 😉

Erste Kulissen und Gerätschaften werden in Räume in unmittelbarer Nähe der Sporthalle verlegt. “Komm, wir fahr´n die Bar rüber” – “Kann man das nicht überweisen?” – Facepalm

“Wir müssen drüben noch das Orchester-Setup aufbauen.” – “Dafür müssen aber erst alle Kabel fertig gemacht werden!” Da bei den Vorstellungen Equipment aus verschiedenen Quellen verbaut wird, müssen alle Kabel, alle Lampen und alle Stecker entsprechend beschriftet werden. Isolierband nach vorgegebenem Farbcode, “LLG LiTo” draufschreiben, Klettband dran, Schrumpfschlauch drum, zack feddich und anschließend alles in die entsprechende Kiste packen.

Ah ja, die Kisten. Wo sind die denn eigentlich? “Die kommen morgen” – “Das sagst du doch schon die ganze Woche” – “Ja… aber morgen kommen die wirklich”. Kurze Zeit später: “Hey Jungs, wir brauchen für die Requisiten ein paar Kisten. Sonst können wir das nicht sortieren. Darf ich die hier einfach auskippen?” – Handgemenge

Irgendwann lichten sich dann die Reihen der Helfer und man merkt: Die Stimmung droht zu kippen. In solchen Situationen ist viel Einfühlungsvermögen, psychosoziale Kompetenz und Sachverstand der Produktionsleitung nötig. “Ey Leute! Wollen wir Pizza bestellen?” “Einmal Funghi” “Für mich Schinken-Pilze” “ich nehm´ein Schnitzel” – “Pizza Schnitzel finde ich hier nicht…” – Handgemenge.
Während des Essens (ja, Genitiv!) ist dann Zeit für all die tiefsinnigen Fragen, die man sich sonst eigentlich nur unter der Dusche stellt:
“Pizza-Flitzer sind doch die, die beim Fußball immer über das Spielfeld rennen, oder?”
“Ich habe vorhin einen Eiswürfel aus der Bodennebelmaschine verschluckt. Der ist noch nicht wieder raus gekommen. Muss ich mir Sorgen machen?”
“Wie lange sind Seifenblasen haltbar?”
“Wo macht man bei Glühbirnen die Wadenwickel hin, wenn sie Lampenfieber haben?”

Nach dem Essen geht es dann gestärkt und voller Motivation weiter. Was ist denn noch zu tun? Ah ja. Für dieses Wochenende sind ja die Durchlaufproben angesetzt. Natürlich sind abends keine Schauspieler mehr anwesend. Um so wichtiger, dass sich das Regieteam untereinander einig ist, wie die Szenen auszusehen haben. Und bei der Menge an Szenen und Dance-Moves ist es am sinnvollsten, alles “auf Band” festzuhalten. Hier nur ein kurzer Ausschnitt aus einem dieser Videos:

Kalt im Radio – "Probenvideo"

Das Video wird von youtube eingebunden. Beim Ansehen gelten die Dateschutzbestimmungen von Google

“Wir wären dann fertig. Bleibt ihr noch hier?” – “Jo, der Blog muss ja noch fertig werden. Habt ihr noch ein dummes Zitat für mich?” – “Von mir gibts keine dummen Zitate!”
Lieber Herr Ballmeier, hiermit wäre dann das Erste dokumentiert!