Wir fassen zusammen:
Gesucht wird ein Musical mit mehr Frauen- als Männerrollen, einem überschaubaren Orchester und einer gewissen Bekanntheit, für welches die Rechte für Amateure in Deutschland verfügbar sind.
Wie findet man aber heraus, welche Stücke man spielen darf?

In Deutschland gibt es ein paar große Verlage, die Musicals in ihrem Repertoire haben. Unsere bisherigen Stücke (“Fame“, “Jekyll und Hyde” und “Natürlich Blond“) sind alle im Katalog von Musik&Bühne zu finden. “Whistle down the Wind” übrigens auch. Daneben sind Galissas und die Felix Bloch Erben ein guter Ansprechpartner, aber es gibt natürlich noch weitere Anbieter.

Man kann es erahnen, so richtig viele Musicals gibt es nicht, die diesen Kriterien entsprechen und es kommt ein weitere Faktor hinzu, der vielleicht so ehrlich selten angesprochen wird. Wir haben im näheren Umkreis von Gießen drei weitere ambitionierte Amateuergruppen und zwei weitere semiprofessionelle Musicalgruppen, die auf der Suche nach ähnlichen Werken sind. Zumindest Stückdopplungen und Terminkollisionen mit der Musicalgruppe der Goetheschule Wetzlar (aktuelle Produktion: Joseph and the amazing technicolor dreamcoat, Juni 2019), Musical und Kultur Gießen e.V. (früher Herderschule, aktuelle Produktion: All Shook Up, Februar 2019) und dem Musicalchor der evangelischen Kirchengemeinde Treis (aktuelle Produktion: Becky Sharp – Aufstieg einer Mörderin, Oktober 2019) versuchen wir zu vermeiden.

Wenn auch das berücksichtig wurde und man ein paar mögliche Stücke ins Auge gefasst hat, kann man sich Ansichtsmaterial von den Verlagen (meist Textbuch und Klavierauszug) schicken lassen, um das Musical im Detail durchzugehen und auf Singbarkeit für unsere Darstellenden zu überprüfen. Leider gibt es keine Leihpartituren, sodass man auch schon mal zum Verlag fahren muss, um Einsicht in die einzelnen Orchesterstimmen zu nehmen, denn auch diese müssen ja für unsere Musiker spielbar sein.

Wie letztlich die endgültige Entscheidung fällt, kann man gar nicht pauschal sagen. Bei “Fame” waren sich alle einig, dass es das ideale Einstiegsmusical ist, “Jekyll und Hyde” wollte der Regisseur (Martin Spahr) unbedingt machen und “Natürlich Blond” war auf einmal verfügbar und überzeugte vor allem den musikalischen Leiter. Für “Whistle down the Wind” waren letztlich sehr persönliche Gründe ausschlaggebend für die Auswahl, die entweder zu einem späteren Zeitpunkt hier im Blog, allerspätestens aber im Programmheft erläutert werden.