Kategorie: Musical (Seite 1 von 8)

Noch 48 Tage – Der Technische Leiter

Der Technische Leiter bei “Whistle down the Wind” stellt sich und seine Aufgaben in diesem Video kurz vor.

Die technische Leitung

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Noch 49 Tage – Die Jondyssee – Nach Marburg und zurück.

Jonas als Warner bei “Natürlich Blond” (2016)

„Vielen Dank für ihr Kommen, Doktor Jekyll.“
Das ist der Satz, mit dem Mathis vor viereinhalb Jahren bei unserer Aufführung von „Jekyll&Hyde“ unserem Jekyll (Tobias Conrad) gehässig dessen Niederlage verkündete. Davor hatte Mathis bereits 2013 bei der ersten Produktion der LLG-Musical-Company „Fame“ mitgewirkt (um Mathis Geschichte zu lesen siehe Noch 78 Tage – Schach Mat(his) – mein Leben als Springer). Ich selbst habe 2014 bei „Jekyll&Hyde“ das erste Mal an einer Schulaufführung teilgenommen. Eine Freundin, die 2013 ebenfalls auf der Bühne stand, hatte einen Freund und mich sozusagen für die Aufführung angeworben, um dem ewigen Männermangel entgegenzuwirken. Ich hatte mich damals ebenfalls für die Rolle des Jekylls beworben. Nicht deshalb, weil ich so überzeugt von mir war, sondern, weil ich keine Ahnung hatte für welche Rolle ich mich überhaupt bewerben sollte. Die Audition lief nicht gut. Ich war zwar als Kind musikalisch aktiv, sowie jahrelang im Kinder- und später Jugendchor der Gießener Johanneskirche gewesen, hatte jedoch durch den Stimmbruch die Lust am Singen verloren und war nach einer vierjährigen Abstinenz vom Gesang deutlich schlechter geworden. Dementsprechend wurde ich nicht Doktor Jekyll, sondern General Lord Glossop. Die multiplen Titel des Glossops täuschen darüber hinweg, dass er die absolut irrelevanteste Rolle in „Jekyll&Hyde“ spielt. Als einziges Mitglied des mächtigen „Board of Governors“ hat er nicht einmal einen Vornamen. Der General singt 6 Silben solistisch und sagt unglaubliche 2 Sätze. Gelinde gesagt war ich nicht sonderlich vom Hocker gerissen. Meine Rolle bestand aus dem Satz „Sie können mir nicht drohen, ich bin ein General!“ und dem darauffolgenden Fall des Glossop aus dem Stand. Der Fall hat verdammt weh getan und der Satz macht ungefähr 70% der Einträge unter meinem Namen im Abiturbuch 2015 aus. Die anderen Abiturienten aus diesem Jahrgang werden vielleicht in 20 Jahren noch einmal in dieses Buch schauen und sich nach einem Blick auf meine Seite an mich erinnern als der, der mal Musical gemacht hat und da gestorben ist. Dabei würde ich sagen, dass das Musical zu meiner Schulzeit sehr wenig damit zu tun hatte wer ich war. Ich habe mich damals nicht sonderlich zugehörig zur Musik oder der LLGMC gefühlt. Ein Jahr zuvor hatte ich mich gegen den Musik- und für den Kunstunterricht entschieden. Außerdem hatte ich als einzige mitwirkende Person keins der berüchtigten Produktionsshirts gekauft, was Herr B. damals ziemlich merkwürdig fand.

Jonas hinten in der Mitte bei den Proben von “Whistle down the Wind”

„Vielen Dank für ihr Kommen, Doktor Jekyll.“

Vor einem halben Jahr stand ich in der Waggonhalle Marburg erneut in „Jekyll&Hyde“ auf der Bühne. Dieses Mal sage ich den Satz. Am Stück hat sich nicht viel geändert. Wir spielen eine andere Fassung als noch vor viereinhalb Jahren, aber Jekyll ist genauso strebend und größenwahnsinnig wie immer und muss auch dieses Mal wieder in seine Schranken verwiesen werden. Ich stehe nicht nur als Stride auf der Bühne, sondern in einer Doppelbesetzung auch in anderen Rollen. Lustigerweise ist auch der General Lord Glossop wieder dabei, aber dieses Mal fühle ich mich nicht fehl am Platz. Klar: Wieder können viele der anderen Darsteller besser singen und/oder schauspielern als ich, aber dass ich keine Ahnung von Musik oder Musiktheorie allgemein habe ist irrelevant, weil ich das Stück schon kenne und die meisten Ensemblenummern immer noch auswendig beherrsche. Beworben habe ich mich mit den gleichen Nummern, die ich auch bei meiner ersten Audition schon vorgesungen habe. Viele der Darsteller studieren Musik oder vereinzelte sogar spezifisch Musical. Wieso stehe ich da auf der Bühne?
Also das kam so: Nach „Jekyll&Hyde“ war ich zwar nicht sonderlich begeistert vom Musical, aber dennoch ehrgeizig nicht ausgerechnet als General Lord Glossop meinen Abgang von der Schulbühne machen zu müssen. Die regelmäßigen Proben gaben mir auch einen Rhythmus im Leben. Ich besuchte also erneut die Bekanntgabe des neuen Musicals „Natürlich Blond“ dank Herr B. und hatte dieses Mal eine Vorstellung, welche Rolle ich spielen wollte. Ich wurde dann auch wie gewünscht einer der zwei Warner Huntingtons III. Ich war mit meiner Audition ziemlich zufrieden gewesen und die Casting-Jury anscheinend auch. Nachdem sich die Aufführung um ein weiteres Jahr verzögerte und viele der Erst- oder Zweitbesetzungen fürs Studium wegzogen (siehe erneut Mathis’ Artikel), wurde ich sogar der alleinige Warner Huntington III. Praktischerweise war ich im Gegensatz zu vielen anderen Darstellern zu diesem Zeitpunkt weder Schüler noch Student. Nach meinem ersten Semester an der Universität musste ich, um den nächsten Studiengang beginnen zu können, wieder aufs Wintersemester warten. Ich hatte also sehr viel Zeit, die ich für Proben und Vor- oder Nachbereitung dieser aufwenden konnte, weswegen die alleinige Besetzung mir gar nichts ausmachte. Sie war sogar eigentlich ganz willkommen.

Jonas als Warner bei “Natürlich Blond” (2016)

Wenn man so lang mit den gleichen Darstellern auf der Bühne steht wächst man auch etwas zusammen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass nach den zwei Jahren bis zur Aufführung von „Natürlich Blond“ wirklich jeder Darsteller, egal welche Rolle er auf der Bühne darstellte, jede andere Rolle hätte singen können. Gleichzeitig hängt das auch damit zusammen wie stark man involviert ist und vor allem sein muss. Dieses Jahr sind viele Musicalneulinge dabei, die immer noch tatkräftig von Ehemaligen unterstützt werden. Ich würde heute sagen, dass ich damals durch das zusätzliche Probenjahr und die damit wegfallenden DarstellerInnen ein großes Glück erfahren habe. „Natürlich Blond“ war eine tolle Aufführung, und ich habe erst danach, als ich für unsere Beinahe-Aufführung von „Fast Normal“ nicht direkt als gut genug empfunden wurde, um eine der wenigen Rollen auszufüllen, gemerkt, wie sehr ich auf einmal an der Bühne hing.

Jonas (links) bei den Proben für “Fast Normal” am LLG

Als ich dann doch für „Fast Normal“ angefragt wurde, es dann aber nach vielen Proben hieß, dass wir „Fast Normal“ nicht aufführen können, habe ich gemerkt, dass mir die Aufführungen mittlerweile sehr liebgewonnen waren und ich jetzt erst einmal ohne Aufführung kein Hobby mehr haben würde. Ursprünglich sollte „Whistle down the Wind“ komplett ohne Ehemalige stattfinden und ich wusste nicht ganz wohin mit meinem Leben. In meinem Frust habe ich Christian Ziegler, der bei gefühlt jeder Schulaufführung in Gießen mitspielt und über jede in der er nicht mitspielt trotzdem Bescheid weiß, darum gebeten mich darauf aufmerksam zu machen, wenn wieder für irgendetwas in der Region gecastet werden sollte. Spoiler: So bin ich nach Marburg gekommen. Und Mitte dieses Jahrs spiele ich in Marburg wieder dieselbe Rolle, die ich ursprünglich bei unserer Ehemaligenaufführung von „Fast Normal“ spielen sollte. Die Welt ist sehr klein.

Jonas bei der Tanzprobe

Ohne die LLGMC hätte ich niemals mit so vielen tollen Leuten zusammenarbeiten dürfen, wie ich es durfte und ich bin sehr gespannt die Zukunft der Gießener (Schul-)Theaterzunft auf der Bühne erleben zu dürfen, denen „Whistle down the Wind“ das Schauspiel hoffentlich ebenso eröffnen wird wie mir damals.

Wie dem geneigten Leser aufgefallen sein wird, stehen dieses Jahr doch wieder Ehemalige bei WdtW auf der Bühne – so auch ich. Als Aushilfstenor bin ich parallel zu den Marburger Proben dieses Mal im Ensemble dabei und eröffne mit einem Monolog das Stück. Reden schwingen habe ich über die Jahre auf der Bühne hoffentlich gelernt, aber überzeugen Sie sich doch einfach selbst!

Noch 50 Tage – Die Tänzerinnen

Wie man schon in einem vorherigen Beitrag lesen konnte, kommt auch das Tanzen im aktuellen Musical nicht zu kurz. Ich als Dance-Captain freue mich besonders darüber, denn vor sechs Jahren habe ich als Tänzerin im ersten Oberstufenmusical „FAME“ der LLGMC angefangen. Dort habe ich gemerkt, wie viel Spaß mir auch Singen und Schauspielern bereitet, und nun möchte ich nicht mehr weg vom Musical. Ähnlich wie mir geht es da auch einigen tanzbegeisterten Ensemblemitgliedern. Für manche von Ihnen ist das Tanzen sogar eine Voraussetzung für das Mitwirken beim Musical. 

So fing alles an: Tanzprobe zu FAME 2013 – vier von sieben sind auch an der aktuellen Produktion beteiligt. Unser heutige Tanz-Captain (und Verfasserin dieses Beitrags) ist die zweite von rechts.

Um diesem Wunsch nachzukommen, gibt es auch in diesem Musical Tanzszenen, welche vom Line Dance bis zum Showtanz reichen. Neben den Szenen, in welchen sich das ganze Ensemble tänzerisch austoben darf, gibt es auch Szenen mit schwierigeren Choreografien, für welche wir acht Tänzerinnen ausgewählt haben. Zu diesem Tanzensemble gehören Marijan Engeln, Hannah Falkenstein, Chantal Glatthaar, Bermal Göktepe, Giulia Klehm, Mirjam Pack, Shania Stahl und ich (Lorena Glatthaar). 

Wer am nächsten Tag keine Nackenschmerzen hat, hat etwas falsch gemacht: das Tanzensemble um den Dance-Captain Lorena G. beim Training.

Ausgewählt wurde das Tanzensemble nach einem ersten Probetraining mit der neuen professionellen Choreografin Karin Ballmeier. Sie versuchte durch verschiedene Aufwärmübungen und Choreografien herauszufinden, welche tänzerischen Vorkenntnisse wir mitbringen, sodass die endgültigen Choreografien vom Schwierigkeitsgrad angepasst werden konnten. Dies erleichtert uns die aktuelle Probenarbeit sehr.

Auf der Suche nach individuellen Vorkenntnissen.

Vor meiner ersten eigenen Tanzprobe war ich besonders aufgeregt, denn die Position des Dance-Captains war neu für mich. Da ich die Choreografien erst mit den anderen Tänzern zusammen lernte, kannte ich diese meist nicht viel besser als die anderen. Mittlerweile macht es mir jedoch großen Spaß und wenn ich einmal nicht weiter weiß, versuchen wir uns als Team zusammen an einen Schritt zu erinnern.  Denn während einige von uns schon Tanzerfahrung in den vorherigen Produktionen „FAME“, „Jekyll & Hyde“ und „Natürlich Blond“ sammeln konnten, bringen andere Tanzerfahrung aus Hip-Hop, Garde, Showtanz oder Modern Dance mit. Diese bunte Mischung sorgt dafür, dass wir uns auch gegenseitig Tipps geben können. Gerade, wenn es um die Aufstellungen, Aufgänge oder Endposen geht, sammeln wir gemeinsam Ideen und finden die beste Lösung durch Ausprobieren.

Auf der Suche nach einer Endpose – ausbaufähig 😉

Mittlerweile haben wir die Choreografien schon so oft wiederholt, dass es wahrscheinlich kein Problem wäre diese zu tanzen, wenn man jemanden von uns mitten in der Nacht aufwecken würde. Trotzdem proben wir fleißig weiter, denn es kommt gerade auf die Feinheiten an. So kommt es vor, dass wir einen Schritt bis zu 20 Mal wiederholen um Kleinigkeiten wie Köpfe, Arme oder Drehungen zu koordinieren. Die schwierigste und – meiner Meinung nach – wichtigste Aufgabe ist jedoch, den Tanz mit der richtigen Stimmung zu füllen. Denn niemand will auf der Bühne unsichere oder angespannte Gesichter sehen, sondern das, was eigentlich jeder von uns mit dem Tanzen verbindet: Spaß! Und deshalb freue ich mich jetzt schon auf die weiteren Proben und die näherrückenden Aufführungen.

Noch 51 Tage – Einblick Clicktracks

Clicktracks – eingesetzt bei Liveauftritten von vielen Bands, Broadway- und Amateurmusicals – sind ein wichtiges Hilfsmittel bei modernen Bühnenshows und aus diesen nicht mehr wegzudenken. Aber was sind Clicktracks eigentlich genau?

Wie der Name schon teilweise verrät, handelt es sich um Spuren (“tracks”), welche ein Metronom (“click”) enthalten.
Diese Metronomspur wird den Musikern während einzelner Musiknummern auf Kopfhörern zugespielt, um eine einheitliche Geschwindigkeit aller Musizierenden zu gewährleisten. Zusätzlich befinden sich eingesprochene Einzähler z.B. am Start einer Musiknummer oder bei Tempowechseln auf dem Track, um den Musikern absolute Synchronität zu ermöglichen.

Der ein oder andere wird sich an dieser Stelle vielleicht fragen, wofür man denn Clicktracks braucht, wenn man schon einen Dirigenten hat.

Dadurch, dass das Orchester durch die Clicktracks immer ein einheitliches Tempo behält und somit Zeitabstände zwischen Takten und Schlägen immer genau gleich sind, wird es z.B. ermöglicht, das Licht so auf die Zeiten vorzuprogrammieren, dass alles automatisch zum Orchester ablaufen kann. Dies ist besonders bei Musiknummern sinnvoll, in denen viele Lichtstimmungen abgerufen werden, bei denen es schwer wäre, diese von Hand synchron abzurufen.

Auch ermöglichen es Clicktracks, vorproduzierte Aufnahmen zuzuspielen, da diese ja genau auf die Live gespielte Musik passen müssen.

Wo wird hier wohl in der Schule gerade an Clicktracks gearbeitet?

Tatsächlich ist es bei Tanzszenen, bei denen die Ausführenden Singen und Tanzen müssen, in Amateurmusicals häufig der Fall, dass der Gesang voraufgenommen wird, um ihn dann bei den Aufführungen zuzuspielen. So können sich die Darsteller auf ihre Bewegungen konzentrieren und können sich doch sicher sein, dass ihr Gesang dennoch das Publikum erreicht. Außerdem ist es so, dass die Funkmikrofonierung für große Ensembles preislich und technisch für Amateure kaum zu leisten ist, weswegen sich ein zugespielter Chor (der nur zur Unterstützung der weiterhin live singenden SängerInnen dient) schon oft bewährt hat.

Die Aufnahmeleitung im Studio

Für die TänzerInnen hat ein vorher festgelegtes und dank Clicktrack gleichbleibendes Tempo den unschätzbaren Vorteil, dass sie bereits im Showtempo üben können und nicht durch Temposchwankungen während der Show irritiert werden. Es sei denn, jemand ändert das Tempo des Zuspielers… aber das ist eine längst vergangene Geschichte.

Clicktracks in der Nachbearbeitung

Noch 53 Tage – Der Kartenverkauf startet

Heute startet der Kartenverkauf! Online können hier Karten reserviert werden, welche dann vor der Vorstellung abgeholt werden können. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, Karten bei Punkt & Strich oder in den Pausen direkt am LLG im Foyer Haus A zu kaufen.

Noch 54 Tage – Ausflug, Ausflug!

Es ist Samstag kurz nach 18 Uhr. Amos verlässt sein Haus und läuft zu seinem Auto. Er denkt an sein Motorrad, aber bei dem nasskalten Winterwetter wäre das zu ungemütlich. Sein Weg führt ihn durch dichte Wälder, welche in der Dunkelheit noch trostloser aussehen, als er es von früher in Erinnerung hatte. In der Ferne erblickt er die Lichter einer kleinen Siedlung. Der Ort kommt ihm bekannt vor, sodass er beschließt von der Hauptstraße abzufahren und am Straßenrand anzuhalten. Plötzlich öffnet sich die Beifahrertür und eine zärtliche Frauenstimme begrüßt ihn mit einem “Hi”. Es ist Swallow. Sie fahren los in Richtung Abenteuer. Reifenspuren und ferner Qualm sollte alles sein, was von ihnen bleiben würde…

Diese Geschichte spielte sich gestern Abend genau so ab, denn neben dem Auswendiglernen von Texten, dem Proben von Szenen und dem Bauen von Kulissen, hieß es dieses mal “Ausflug, Ausflug!” für die LLG-Musical-Company.
Im Artikel “Die Qual der Wahl II” berichteten wir schon über weitere Musicalgruppen im Raum Gießen und da man ja die “Konkurrenz” beobachten soll, besuchten wir eine Aufführung von “All Shook Up” vom Verein Musical und Kultur Gießen e.V..

Für uns wurden extra drei Reihen reserviert – vielen Dank!

Das Musical “All Shook Up” behandelt die Geschichte eines Motorrad fahrenden Frauenhelden (erinnert mich irgendwie an meine Rolle in “Whistle down the Wind”) welcher in eine konservative, amerikanische Kleinstadt kommt und dort mit der Musik von Elvis Presley die Einwohner aufmischt und für die ein oder andere Liebesgeschichte sorgt.

Auf jeden Fall interessant für uns, sich das mal anzugucken, nicht zuletzt da UNSER Schlagzeuger in deren Orchester saß. Mit einer großen Gruppe bestehend aus Regisseur, aktiven und ehemaligen Darstellern (unter anderem Amos und Swallow aus der Einleitung), Technikern und dem Gitarrist der LLGMC trafen wir uns also vor dem Bürgerhaus in Wieseck, holten unsere Karten ab und erlebten einen Abend voller Gesang, Tanz und Musik aus den 50er Jahren. Bunte Kostüme, abwechslungsreiche Choreos, tolle Stimmen und satter Klang und nicht zuletzt eine ansteckende Spielfreude der Akteure haben uns drei unterhaltsame Stunden beschert.

LLGMC on Tour

Wer Interesse hat, sich dieses Stück noch anzuschauen, hat noch die Chance für heute Abend (10.2.) spontan Karten an der Abendkasse zu kaufen oder für nächstes Wochenende (13.02./14.02./ 15.02./16.02./17.02.) auf der Website welche zu reservieren, solange ihr auch Karten für unser Musical kauft!!! Übrigens: unser Kartenvorverkauf startet morgen…

Noch 55 Tage – Wer spielt wann?

Bevor am kommenden Montag der offizielle Kartenvorverkauf beginnt, möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, wer wann in welcher Rolle zu sehen ist. Dieses Jahr sind nur wenige Rollen doppelt besetzt, nämlich die beiden Mädchen Swallow und Brat. Außerdem sind unsere Kinder zweifach vorhanden, damit die jüngeren Schülerinnen und Schüler nicht überbelastet werden.

Beide Besetzungen sind fantastisch, so dass sich in jedem Fall ein doppelter Besuch unserer Aufführungen lohnen wird. Ich bin mir außerdem sicher, dass bei jeder Show unterschiedliche Stellen besser funktionieren. Wir sind schließlich eine Schulgruppe und keine Profis.

05. April (Premiere) / 07. April / 13. April:
Swallow – Daphne Przybilla
Brat – Johanna Peller
Kinder – Judith Beck, Joshua Brett, Leonie Crombach, Marie Dörr, Louis Fiedler, Lia Fischer, Philipp Hofmann, Amelie Hoyer, Josefine Nink, Emely Schmidt, Anton Schnöbel

06. April / 12. April / 14. April (Derniere):
Swallow – Leah Falkenstein
Brat – Franziska Laun
Kinder – Kamar Bahri, Silja Frey, Oliver Gaßmann, Leni Kümmel, Jan Löschen, Bea Lott, Saskia Mocha, Liv Sadegholwad, Lena Schechtel, Johanna Schmidts, Johanna Schwan, Selina Wacker

Auch in unseren zwei “Tanznummern” werden jeweils unterschiedliche Tänzerinnen auf der Bühne stehen:

Noch 56 Tage – Zeitungsartikel

Noch 57 Tage – Was ist eigentlich dieses QLab?

Ein weiterer (und möglicherweise der letzte) Beitrag der beliebten Serie “Komplexe Technik – Einfach erklärt” befasst sich mit der Software “QLab” der Firma “figure 53”.

Wenn wir bei Musicals Audios oder Videos einspielen, wollen wir das nicht mit dem Windows Media Player tun, da es dort irgendwann schwierig wird, zeitlich genau auf die Musik abgestimmt Reihenfolgen einzuhalten (ganz davon abgesehen, dass wir nicht wollen, dass man Ränder sieht, wie ein Video mit dem Klick auf den Playbutton gestartet wird).
Entsprechend muss eine professionelle Software her, die das für uns übernehmen kann.
Glücklicherweise hat sich der Musikförderverein vor einiger Zeit (nach “Natürlich Blond” drei Lizenzen für die Software QLab gekauft, welche auch in vielen Theatern oder bei anderen Veranstaltungen häufig zu finden ist.

QLab ist im wesentlichen eine Software, die es ermöglicht, Sounds einzuspielen, Videos abzuspielen und gleichzeitig noch andere Geräte wie das Lichtpult zu steuern. Dabei werden alle programmierten Aktionen in eine Zeitleiste gebracht, sodass man nur noch mit einem Go-Button die jeweils nächste Aktion aufrufen muss. Dies ermöglicht es, auch schwierige und schnelle zeitliche Abfolgen von Video, Audio und Licht in Einklang zu bringen und bei jeder Aufführung problemlos wiederzugeben.

Um nicht zu viel zu verraten, nehmen wir ein Beispiel aus dem letzten Teil der Käpt’n Chaos Reihe und nicht aus Whistle down the Wind. Spannend ist es dort allerdings auch, da wir 951 verschiedene Aktionen (“Cues”) in der Datei des Projektes programmiert hatten.

Auf dem Foto ist die Programmierung für Szene 11 zu sehen. Am Anfang stehen zwei Cues für das Licht, welche an das Lichtpult weitergeleitet werden. Danach folgt eine Gruppe für das Video vom Schlosshof. Nach diesem Cue folgen ein eingespieltes Audiocue von Käpt’n Charon mit den Worten “Frag besser nicht!” und ein Audiocue eines Wasserplatschens. Zum Schluss folgt ein Spiel verloren Signal, welches aus einer Kombination aus Lichtcue (alles rot), einem Audiocue (Spiel verloren Sound) und einem Videocue (Video beenden) besteht.
Diese gesamten Aktionen kann der Techniker auslösen, indem er in dieser Szene insgesamt sieben mal die Leertaste drückt. Bei Whistle down the Wind wird es allerdings auch Songs geben, bei denen teilweise in jedem Takt eine oder mehrere Aktionen ausgelöst werden müssen. Teilweise lässt sich das automatisch machen, was aber dann erfordert, dass das Orchester eine feste Geschwindigkeit mithilfe eines Metronoms auf Kopfhörern spielt. Falls das nicht machbar ist, muss es von Hand gedrückt werden, was unser Probenpianist seit Fame macht.

Noch 58 Tage – Einblick Vocal-Coaching

Bisher haben wir nur über den Gesang durch die Chorproben geschrieben. Doch auch die Gesangssoli müssen geübt werden. Das Anleiten dieses Übens ist dieses Jahr insofern noch wichtiger als sonst, als dass unsere diesjährige Solistenbesetzung vor allem aus Musical-Neulingen besteht.

Herr B am Klavier – Eleganz pur.

Ein Glück haben wir mit dem Herrn A einen Stimmprofi in unserem Team. Seit der ersten Produktion der LLGMC sorgt er beim Solo-Gesang für den letzten Schliff. Mit einfachen Tipps wie “Wirf mal den Stuhl da durch den Raum!” oder “Stell Dir vor, Du hättest einen Helm auf!” gab er dem einen oder anderen von uns schon sehr amüsante, aber auch sehr hilfreiche Coachingstunden. Wenn dann noch der Herr B am Klavier sitzt und hier und da mal Kommentare wie “Das war jetzt aber nur Sparflamme!” oder “Mimimi mal nicht so rum, hau halt raus!” einstreut, entsteht die lockere und konstruktive Atmosphäre, die einem als Neuling die Scheu vor’m solistischen Singen nimmt.

Der Nachwuchs beim Gruppen-Coaching. Und aus der einstigen Schülerin ist inzwischen eine Lehrerin geworden: Frau S.

Ohne das Vocal-Coaching beim Herrn A hätte Marijan wohl so manchen Rhythmus nicht auf die Kette bekommen, würde ich heute noch alles über dem g’ in Klein-Mädchen-Kopfstimme singen und würde Mathis vielleicht immer noch nicht wissen, dass er eigentlich Tenor ist. Für diesen Artikel habe ich deshalb diverse aktuelle und ehemalige Musical-SängerInnen um ein Statement zum Thema “Vocal-Coaching bei Herrn A” gebeten. Mit dieser Auflistung möchten wir einmal gesammelt “Danke” sagen: Dafür, dass wir uns dank Dir bzw. Ihnen immer weiter entwickeln konnten und zukünftig dürfen.

Eines der seltenen Fotos des kamerascheuen Herrn A – hier beim Vocal-Coaching für Fame 2013

“Man fühlt sich sehr wohl bei Herrn A und Herrn B und kann alles frei machen. Dazu kommt man mit den Tipps und Tricks von Herrn A leichter in die Höhen oder Tiefen, als man denkt.” (Leah Falkenstein als Swallow)

“‘S gut. Geht gut in die Höhen. Ein qualitativ hochwertiges und professionelles Vocal-Coaching. 10 out of 10, would sing again. Top.” (Jan Schulz-Nigmann als Earl)

“‘Stell dir vor, du trägst einen Astronautenanzug und willst den ganzen Raum zum klingen bringen.’ – ‘Äh.. was, so?’ – ‘Jetzt schick den Ton den Rücken hinunter.’ – ‘Okay.’ – ‘Ja genau so, sehr gut. Weiter.’ Diese und ähnliche Imaginationstechniken halfen erstaunlicherweise, das heute selbst das hohe g gar kein Problem mehr ist. Auch wenn man so manches nicht immer sofort versteht, Vocal Coachings mit Herrn A sind immer wieder (bier- und) lehrreich.” (Annika Weber als Miss Sherman (2013), Nellie (2014) und Paulette (2016))

“Bester, Gilde!!!” (Katrin Schwalb als Serena (2013), Lucy (2014) und Elle (2016))

“In seinen Vocal-Coachings schafft es Herr A, super viel Klang aus einem herauszuholen. Und das, indem man sich oftmals ein wenig skurrile Dinge vorstellen soll, wie z.B. dass der Klang aus dem Rücken nach hinten davongetragen wird, oder dass man sich vorstellen soll, die eigenen Füße seien fest im Boden verwurzelt. So ein Vocal-Coaching ist schon ein Erlebnis… und sehr zu empfehlen, wenn man den letzten Rest Klang aus sich herausholen möchte!” (Tobias Conrad als Joe (2013), Dr. Jekyll/Mr. Hyde (2014) und Diverse (2016))

“Dem Herrn A ist eine positive Stimmung so wichtig, dass er mir oft sagt, ich soll nicht immer so böse gucken, wenn ich singe!” (Johanna Peller als Brat)

“Treffende Zusammenfassung meiner Erfolge durch das Vocal Coaching: ‘Du hast es und Du weißt, Du kannst es, also mach es auch!’ – Herr A über das g’.” (Mathis Görke als Goody (2013), Diverse (2014), Emmett Forest (2016) und dieses Jahr als Vater)

“Immer wieder faszinierend, wie mit kleinen Kniffen so viel aus der eigenen Stimme rausgeholt werden kann. Die vielen neuen Tipps haben mir auch immer zuhause beim Üben geholfen.” (Lorena Glatthaar als Elle (2016))

“Er schafft es, das Beste aus dem vorhandenen Talent herauszuholen, und bietet immer wieder verrückte Vorstellungen, die einem erstaunlicherweise auch noch helfen. Außerdem würd’ ich’s mit ‘nem sehr großen Ironiefaktor beschreiben!” (Erik Radtke als Mann)

“Von den vielen Vocal Coachings ist das eines der sehr guten!” (Denes Lich als Amos)

“Danke!!!” (wahrscheinlich jeder, der mal vom Herrn A gevocalcoacht wurde)

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