Autor: Denes Lich (Seite 1 von 2)

Noch 4 Tage – BO 1

10:24 Uhr. Heute ist ein komischer Tag. Nach dem Aufstehen (zum Glück Semesterferien) fühle ich mich so energiegeladen. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich die letzten Tage in der Turnhalle mit dem Aufbau unseres Musicals verbracht habe und diese Nacht in etwa so viel Schlaf hatte, wie die letzten vier Tage zusammen. Aber heute ist ja auch noch was anderes: Zum ersten mal erkundet unser Ensemble die Bühne von oben und wir versuchen, das zuvor Gelernte im originalen Maßstab umzusetzen.

12:24 Uhr. Wie ihr wahrscheinlich schon mitgekriegt habt, wird nicht nur die Zeit zur Premiere kürzer, sondern auch die Blogbeiträge. Da ich gerade Zeit habe, setze ich mich mal dran, damit wir heute Abend nicht schon wieder im Stress einen Beitrag schreiben müssen. Damit wir nachher gut proben können, stellten wir gestern bereits das Bühnenbild fertig, währenddessen sich das Orchester aufbaute. Darüber schrieben wir ja gestern schon, aber als wir uns gestern für einen Moment in die Halle setzten mit Blick auf Bühne und Bühnenbild und zusätzlich noch dem Soundcheck des Orchesters lauschten, wurde klar, dass sich aller Aufwand bis jetzt doch gelohnt hat. Ich für meinen Teil habe glaube ich noch nie so viel Energie in ein Projekt gesteckt wie in dieses (Hoffentlich kommt das noch im Studium…).

Die ein oder andere Requisite, sollte man noch einmal “sanieren”

13:42 Uhr. Eigentlich beginnt die Probe erst um 17 Uhr, aber gestern fiel uns noch auf, dass wir am Bühnenrand zu wenig Platz für das Bühnenbild und Requisiten haben. Nach einer Diskussion, ob nicht vielleicht doch das Bühnenbild einfach zu groß ist, entschieden wir doch lieber schlafen zu gehen und dafür heute nochmal einen Arbeitseinsatz anzusetzen. Also nachher Leiter aufbauen und Probleme beseitigen. Aber erst einmal Kostüm, Essen und andere nützliche Helfer, wie Halsbonbons und Ingwertee, einpacken.

14:53 Uhr. Endlich wieder am LLG. Habe den Ort bereits vermisst. Ich sollte mal zusammenrechnen, wie viele Kilometer ich schon für dieses Musical zurückgelegt habe, da ich immer vom Rand des Landkreises nach Gießen pendeln darf. Hoffentlich hat schon irgendwer Kaffee gekocht und wie sieht es mit unserem aktuell größten Problem aus? Eigentlich sollte die Halle pünktlich zum Musical fertig werden, aber es fehlen immer noch Kleinigkeiten, die schnell zu einem großen Problem werden können. Zwar haben wir etwa 60 Scheinwerfer im Einsatz, um das Musical zu beleuchten, aber aufgrund einer fehlenden Steuereinheit, lässt sich die Deckenbeleuchtung aktuell noch nicht ausschalten. Ich sehe da parallelen zu anderen Bauprojekten in Deutschland. Die haben es nicht so mit ausschaltbaren Licht. Gerade so etwas sollte erklären, warum so viel Zeit jetzt noch einmal in dieses Musical fließt. Zwar war unsere Planung sehr detailliert im Vorfeld, aber es kommen immer noch Probleme dazu, mit denen man nicht gerechnet hat.

Danach können wir erst einmal staubsaugen

16:37 Uhr. Arbeitseinsatz beendet. Wir haben nun mehr Platz am Bühnenrand, was viele Szenen und Umbauten während den Aufführungen erleichtern sollte. Die Bühne ist Einsatzbereit und immer Darsteller trudeln so langsam ein. Mit einem Kaffee in der Hand rede ich mit anderen hobbylosen Mitwirkenden, welche mit mir die letzten Tage und Nächte hier verbracht haben. Mit Blick auf die Bühne sind wir uns einig, dass wir doch einen wirklich guten Job gemacht haben. Jetzt liegt es am weiteren Ensemble das Musical auf die Bühne zu bringen. Übrigens geht das Hallenlicht nun aus.

17:23 Uhr. Fleißig werden Mikrofone an Darsteller geklebt. Anschließend geht es für die Darsteller zum Schminken. Als Person männlichen Geschlechts habe ich ja generell nicht so viel Erfahrung, was schminken angeht und gerade für Musicals muss man halt extrem mit der Schminke übertreiben, damit man das auch in den letzten Reihen sieht. Schon ein wenig gewöhnungsbedürftig mit unzähligen Schichten Schminke sich dann endlich einzusingen.

18:53 Uhr. Aus dem Orchestergraben (bei uns eher Orchestergarage) erklingen die ersten Töne. Das ist das zweite mal, dass wir mit Orchester proben. Früher mit Probenpianist hatte man noch Freiheiten, da dieser sich auch mal nach den Darstellern gerichtet hat. Das Orchester spielt mit Metronom knall hart durch, also sollten wir besser unsere Einätze kriegen.

Nun ist es viel zu spät. Die Probe war doch sehr chaotisch. Zum einen kamen neue Szenen dazu, die wir erst jetzt stellen konnten, da wir dazu die Begebenheiten der Halle benötigten, zum anderen ist die Umstellung auf Bühne und vor allem die musikalische Untermalung Orchester doch noch anfangs ungewohnt. Je weiter Probe verlief, desto mehr Probleme traten auf. Hierbei war zum Beispiel das runterwerfen eines Sektglases einer Darstellerin auf der Bühne noch mit das Kleinste. Nachdem einige Darsteller nach der Probe schon auf dem Heimweg wahren, wurden Probleme behoben. Wir arbeiteten noch einmal am Bühnenbild, sprachen noch einmal den Umbau des Bühnenbildes während der Aufführungen mit der Regie durch oder tauschten einen Fernseher für die Dirigentenkamera gegen einen größeren, damit die Darsteller auch ihre Einsätze erkennen.

Groß genug?

Jetzt heißt es ausruhen, denn die nächste Probe lässt nicht wirklich auf sich warten. Morgen steht noch einmal das Selbe an wie heute mit der zweiten Besetzung und einige Solisten kriegen noch einmal ein extra Coaching.

Weitere Bilder werden im morgigen Blogbeitrag folgen, da wir noch bis spät in die Nacht hinein Proben werden. Wer noch keine Karten für unser Musical hat, sollte sich dringend welche besorgen, denn von den vielen Musicals am LLG wird das (genauso wie die letzten Produktionen) eines der sehr guten und man wird sicherlich genau so gut unterhalten, wie beim Schlagermarathon der Stars Samstag Abend 20:15 Uhr in der ARD.

Noch 7 Tage – Technikaufbau

Nanu? Warum kommt der Blogbeitrag heute so spät? Das liegt vielleicht daran, dass heute Morgen unsere Turnhalle nach der energetischen Sanierung freigegeben wurde und wir mit dem Aufbau für unser Musical beginnen konnten. Parallel zu den einigen Handwerkern, welche die letzten Lampen einbauten, stürmten mehrere Dutzend aktuelle und ehemalige SuS, sowie weitere Helfer (Danke an die THM Studenten) um kurz nach acht in Richtung Halle, denn es gab und gibt noch viel zu tun.

Wir beginnen chronologisch. Schon gestern Abend setzen wir uns nach erfolgreichem Aufhängen der Plakate in Gießen und Umgebung zusammen und sammelten Aufgaben, die es zeitnah nach Betreten der Halle zu erledigen gilt. Am nächsten Tag, pünktlich zum Schulbeginn um 7:45 Uhr, stand eine Schar kleinerer Schüler bereit. Nach einem kurzen Briefing, halfen sie, diverse Technik und Utensilien einmal quer über den Schulhof von Technikraum zur Turnhalle zu tragen und in der Halle Teppich zu legen, um den Hallenboden zu schonen. 

Mit Hilfe der älteren und stärkeren wurden dann auch die sperrigen und viel zu schweren Bühnenbilder einmal über den Schulhof transportiert (hierbei merkt man überhaupt, wie groß das LLG doch ist). Schon am Dienstag traf sich die Abteilung Bühnenbild, um die einzelnen Elemente transportfähig zu machen. Schlauerweise waren diese Elemente um einiges größer als die Türen, durch die sie durch mussten. Wider jeden Erwartens, überstanden die Bühnenelemente den Transport fast unbeschadet und wir hatten Platz, damit die Firma CB Akustik mit ihrem Equipment anrücken konnte.

Wir bauten einen Traversenkäfig auf der Bühne und hingen eine große Anzahl an Scheinwerfern dran, damit ihr bei den Aufführungen auch etwas seht, und verkleideten alles mit schönem, schwarzen Stoff, damit ihr aus dem Zuschauerraum nicht das Chaos an Kabeln seht, das wir heute produziert haben. Selbstverständlich funktionieren solche großen Aufbauten nicht ohne Probleme. Zum Beispiel war die Bühnendecke entgegen der Pläne, die wir zur Einsicht hatten (wir konnten ja aufgrund der Sanierungsmaßnahmen nicht früher in die Halle), an einer Stelle doch etwas niedriger als erwartet, weshalb unsere Technikfirma nochmal mit einer Alternative anrücken musste.

In jeder Ecke der Halle wuselten irgendwelche Helfer rum. Schließlich ist das gemessen an Darstellern, Technik und Bühnenbild die aufwendigste Produktion, die wir bisher hatten. Dementsprechend richten wir an dieser Stelle nochmal ein ganz großes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer aus, welche teilweise seit heute morgen zum Gelingen unserer Musicalproduktion einen ganz großen Beitrag leisten. Dazu zählte auch die vorhergegangene Motivationsnachricht unseres Vocalcoaches Herr A., welcher schrieb: „Ich wollte Euch noch was Aufbauendes schreiben: Guten Aufbau!“.

Noch 21 Tage – Plakate kleben und hängen

In zwei Wochen startet der Aufbau für unser Musical und ab dann stehen in unserer Sporthalle viele leere Stühle. Diese gilt es (wenn möglich), zu füllen, denn zum einen sind die anfallenden Kosten nicht zu unterschätzen und zum anderen ist es für alle Beteiligten schön, wenn man die harte Arbeit in einer ausverkauften Halle präsentieren darf. Daher machen wir (wie viele wahrscheinlich schon mitgekriegt haben) Werbung für unser Stück und dazu zählt auch das Verteilen und Aufhängen von Plakaten in und um Gießen.

Um Plakate in der Stadt aufzuhängen, ist eine Menge Arbeit nötig. Diese beginnt mit dem designen des Plakats, dem Drucken, dem Einholen von Genehmigungen, um die Plakate in der Stadt aufzuhängen und schließlich dem Kleben und Hängen.

Glücklicherweise steht das Design unseres Plakates schon etwas länger und auch die gedruckten Plakate sind vor etwa einem Monat angekommen. Durch die Hilfe des Musik LKs 2020 hängt bereits das gesamte LLG voller Werbung, aber auch außerhalb der Schulgemeinde hoffen wir, Interessenten für unser Musical zu finden. Immerhin sind wir die Ersten, die “Whistle down the Wind” auf Deutsch in Deutschland aufführen.

Dafür mussten wir im Vorfeld Genehmigungen für diverse Standorte einholen, damit wir an Straßenlaternen unsere Werbung hängen dürfen. Nachdem unser Team für die Öffentlichkeitsarbeit dies erledigt hatte, ging es nun daran, die Plakate auf Holzträger zu kleben, um sie später aufzuhängen. Während heute also ein Teil der Darsteller noch an verschiedenen Szenen geprobt hat, rührte ein anderer Teil Kleister an und klebte was das Zeug hält.

Jeder der schon einmal tapeziert hat, weiß, dass bei so einer Arbeit überall nach einer gewissen Zeit Kleister hängt und alles zusammenklebt, was nicht zusammenkleben sollte.

Aber vielleicht erreichen wir damit mehr Publikum, weshalb sich der Aufwand lohnen wird, wobei wir erst 20 von 100 Plakaten fertig geklebt haben und noch die ein oder andere Stunde fürs Kleben drauf gehen wird. Aufgehängt werden müssen sie ja dann auch noch.

Noch 54 Tage – Ausflug, Ausflug!

Es ist Samstag kurz nach 18 Uhr. Amos verlässt sein Haus und läuft zu seinem Auto. Er denkt an sein Motorrad, aber bei dem nasskalten Winterwetter wäre das zu ungemütlich. Sein Weg führt ihn durch dichte Wälder, welche in der Dunkelheit noch trostloser aussehen, als er es von früher in Erinnerung hatte. In der Ferne erblickt er die Lichter einer kleinen Siedlung. Der Ort kommt ihm bekannt vor, sodass er beschließt von der Hauptstraße abzufahren und am Straßenrand anzuhalten. Plötzlich öffnet sich die Beifahrertür und eine zärtliche Frauenstimme begrüßt ihn mit einem “Hi”. Es ist Swallow. Sie fahren los in Richtung Abenteuer. Reifenspuren und ferner Qualm sollte alles sein, was von ihnen bleiben würde…

Diese Geschichte spielte sich gestern Abend genau so ab, denn neben dem Auswendiglernen von Texten, dem Proben von Szenen und dem Bauen von Kulissen, hieß es dieses mal “Ausflug, Ausflug!” für die LLG-Musical-Company.
Im Artikel “Die Qual der Wahl II” berichteten wir schon über weitere Musicalgruppen im Raum Gießen und da man ja die “Konkurrenz” beobachten soll, besuchten wir eine Aufführung von “All Shook Up” vom Verein Musical und Kultur Gießen e.V..

Für uns wurden extra drei Reihen reserviert – vielen Dank!

Das Musical “All Shook Up” behandelt die Geschichte eines Motorrad fahrenden Frauenhelden (erinnert mich irgendwie an meine Rolle in “Whistle down the Wind”) welcher in eine konservative, amerikanische Kleinstadt kommt und dort mit der Musik von Elvis Presley die Einwohner aufmischt und für die ein oder andere Liebesgeschichte sorgt.

Auf jeden Fall interessant für uns, sich das mal anzugucken, nicht zuletzt da UNSER Schlagzeuger in deren Orchester saß. Mit einer großen Gruppe bestehend aus Regisseur, aktiven und ehemaligen Darstellern (unter anderem Amos und Swallow aus der Einleitung), Technikern und dem Gitarrist der LLGMC trafen wir uns also vor dem Bürgerhaus in Wieseck, holten unsere Karten ab und erlebten einen Abend voller Gesang, Tanz und Musik aus den 50er Jahren. Bunte Kostüme, abwechslungsreiche Choreos, tolle Stimmen und satter Klang und nicht zuletzt eine ansteckende Spielfreude der Akteure haben uns drei unterhaltsame Stunden beschert.

LLGMC on Tour

Wer Interesse hat, sich dieses Stück noch anzuschauen, hat noch die Chance für heute Abend (10.2.) spontan Karten an der Abendkasse zu kaufen oder für nächstes Wochenende (13.02./14.02./ 15.02./16.02./17.02.) auf der Website welche zu reservieren, solange ihr auch Karten für unser Musical kauft!!! Übrigens: unser Kartenvorverkauf startet morgen…

Noch 63 Tage – Was steckt hinter diesem Blog?

Marketing ist ein wichtiger Bestandteil einer jeden Musicalproduktion. Schließlich wollen wir ja, dass sich das viele Üben bezahlt macht und wir am Abend nach der Dernière hoffentlich auf sechs ausverkaufte Vorführungen zurückblicken können. Neben den konventionellen Methoden wie Zeitung und Radio rücken Socialmediakanäle im Internet immer mehr in den Vordergrund.

Neben Facebook und Instagram besitzen wir auch diese Website, welche wir bei dieser Produktion auf völlig neuem Wege einsetzen. Irgendwann kamen wir auf die Idee, euch mit kleinen Beiträgen am aktuellen Fortschritt und der Planung von “Whistle down the Wind” teilhaben zu lassen. Wir stellten ein Social Media Team zusammen, sammelten Ideen für Beitragsthemen und irgendwann wurde beschlossen, einen 100 Tage Countdowns zu starten, bei dem täglich ein Beitrag über das Projekt veröffentlicht wird.

Sicher merkt ihr, dass je nach Themenschwerpunkt auch der Schreibstil sehr variiert. Glücklicherweise erklärten sich viele Personen von der Projektleitung über die technische Leitung bis hin zu Darstellern und Musikern mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen dazu, sich als Autor am 100 Tage Blog zu beteiligen. Dementsprechend veröffentlichten wir schon Beiträge verschiedener Bereiche wie z.B. Tanz, Chor, Regie und Technik aber auch allgemeine Informationen zum Stück, Verlag und Musik am LLG, sowie persönliche Einblicke von einzelnen Darstellern und Musikern. Rückblicke und Werbung für bevorstehende Projekte dürfen natürlich auch nicht fehlen!

Inzwischen sind täglich mehrere Leute damit beschäftigt, Beiträge zu schreiben, Korrektur zu lesen, Autoren zu verteilen, Fotos zu machen und Veröffentlichungen auf sozialen Medien zu organisieren!

Katrin Schwalb beim Schreiben eines Blogbeitrages in der Schule

Da wir so langsam in die (sehr) heiße Phase der Vorbereitung kommen und nicht mehr viel Zeit bis zur Premiere ist, erwarten euch demnächst vor allem Informationen zum Kartenvorverkauf und Videobeiträge zur Besetzung sowie der Vorstellung von Darstellern und wichtigen Mitwirkenden im Hintergrund, welche vielleicht bei den Aufführungen nicht wirklich auffallen, allerdings trotzdem für das Gelingen der Veranstaltung einen großen Anteil haben. Also bleibt dran, damit ihr nichts verpasst!

Noch 75 Tage – Der neue Staubsauger

Ihr habt jetzt schon viel von vergangenen Veranstaltungen erfahren und wart bei manchen vielleicht sogar selbst dabei. Wenn dann der letzte Applaus verhallt ist, das letzte Konfetti gefallen ist und die letzten Gäste sich auf den nach Hause Weg begeben haben, beginnt für uns ein nicht allzu schöner, allerdings notwendiger Teil der Veranstaltung. Das Aufräumen…

Da wir immer größere Veranstaltungen fahren und (wie schon erwähnt) einen Faible für Konfetti und andere Spielereien besitzen, suchten wir eine Lösung, das Aufräumen effektiver zu gestalten. Lange Rede kurzer Sinn, wir kauften uns einen Staubsauger und da SIE (wir haben IHR einen Namen gegeben den wir aber aus Gründen für uns behalten werden…) nicht direkt an akuter Konfettivergiftung sterben sollte, entschieden wir uns für einen Industriestaubsauger in der Premium Variante.

Der Staubsauger im Einsatz

Erste Bewährungsprobe für Sie war “Käpt´n Chaos – Und wenn sie nicht gestorben sind”. Wir bemerkten schnell, dass sich die Investition bezahlt gemacht hatte, denn wir beseitigten Brezelkrümel, Konfetti und weiteren Dreck so schnell wie der Wind (von Katrin Schwalb auf Spotify #werbung). Darüber hinaus erkannten wir die Vorzüge eines Staubsaugers beim Bühnenbau. “Wo gehobelt wird, fallen Späne.” Diese Redewendung bekamen wir am eigenen Leib zu spüren, denn nach kurzer Zeit des Sägens und Schleifens, war der gesamte Raum mit einer Schicht Staub und Sägespäne bedeckt. Mit konventionellem Kehren läge dieser wahrscheinlich immer noch.

Weniger Sägespäne ging nicht

Als Fazit können wir sagen, dass von den vielen Anschaffungen, der Staubsauger eine der sehr guten war und wenn ihr ab dem 5. April nach einer Aufführung von “Whistle down the Wind” auf dem Weg nach Hause seid, wird Sie (der Staubsauger) uns sicherlich wieder helfen, die Turnhalle für den nächsten Tag zurecht zu machen.

Noch 84 Tage – Gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung hat in der LLG Musical Company einen hohen Stellenwert. Oftmals dauern Proben mehrere Stunden an und damit bei allen Beteiligten die Konzentration nicht flöten geht (denn dafür haben wir ja schon eine Quer- und Piccoloflöte im Orchester), gibt es selbstverständlich bei längeren Proben auch eine gesunde Mahlzeit.

Damit ein Darsteller während der Probe funktioniert, benötigt er Energie, welche er aus Nahrung und den darin enthaltenen Nährstoffen bezieht. Die Nährstoffe werden nach Einnahme im Verdauungstrakt aufgespalten, in die Körperzellen transportiert und dort abgebaut. Die Energie, die beim Abbauen entsteht, wird in Kalorien gemessen. Experten raten als Richtwert einen Kalorienbedarf pro Tag von etwa 2500 kcal für Darsteller und etwa 2000 kcal für Darstellerinnen.

Auch die “Kleinen” müssen was essen

Zudem sollte die Ernährung ausgewogen sein. Idealerweise sollte man während eines anstrengenden Probentages zwei Portionen Obst, drei Portionen Gemüse, vier Portionen Nudeln, Brot oder andere Getreideprodukte, drei Portionen Milch oder Käse und eine Portion Fleisch zu sich nehmen.

Da wir ja letzten Endes proben und nicht kochen, setzen wir auf ein altes Rezept, welches nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, den Kalorienhaushalt deckt und auch mit einem Gericht eine komplett ausgewogene Ernährung vereint. Wir bestellen Pizza! Denn Pizza vereint Getreideprodukt, Gemüse, Käse, Fleisch und (wem es schmeckt) auch Obst.

Unsere Empfehlung: Jede Pizza schmeckt mit extra Bolognese Soße noch besser!

Da hatte jemand Hunger

Noch 90 Tage – Aller Anfang ist schwer

“Aller Anfang ist schwer”. Dieser Spruch trifft auf diese Musicalproduktion sehr passend zu, denn im Vergleich zu den drei vorherigen Musicals sind alle großen Rollen mit einer Ausnahme (Artikel hierzu folgt) mit einer neuen Generation an Darstellern besetzt, welche aktuell den Alltag einer Musicalproduktion kennen lernen und teilweise an der Premiere von Whistle down the Wind ihr Musicaldebüt geben werden.

Auch ich werde mein Debüt in knapp drei Monaten geben und darf darüber jetzt einen Artikel schreiben, wie es ist, ohne große Vorkenntnisse bei Whistle down the Wind eine der großen Rollen zu spielen. Ich kam erst zur Oberstufe auf das Landgraf-Ludwigs Gymnasium und verpasste dementsprechend vorherige Musicalprojekte, rutschte aber in den Musikfachbereich und lernte dadurch meine Leidenschaft fürs Musical kennen.

Obwohl ich schon Erfahrung damit habe, auf Bühnen vor Publikum zu stehen und zu singen, ist ein Musical schon anders. Gerade ohne Theatererfahrung brauchte ich Zeit, um meine Rolle kennen zu lernen und so wie diese auf Knopfdruck in den Proben zu agieren. Zeit ist dabei ein gutes Stichwort, denn mit jeder Probe wuchs ich mehr in meine Rolle hinein und man lernte die anderen Darsteller besser kennen und so fiel es leichter, Gefühle und Beziehungen der verschiedenen Musicalrollen untereinander darzustellen.

Auch die Kombination aus Singen, Schauspielern und Tanzen machte mir anfangs zu schaffen. Oftmals kam es vor (teilweise immer noch), dass ich mich selbst durcheinander brachte. Man konzentrierte sich zu sehr auf seine Töne im Lied und vermasselte Bewegungen im Timing oder vergaß sie komplett. Aber das Proben hilft. Lieder werden Stück für Stück im Vocal Coaching erarbeitet (Artikel hierzu folgt auch), Abläufe in den Szenen laufen durch viele Wiederholungen fast automatisch ab und mit jeder Tanzprobe kommt man dem gewünschten Ergebnis immer näher.

Das Ergebnis seht ihr dann ab dem 5. April diesen Jahres…

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